STIFT NEUZELLE

Aktuelles

28. September 2026
Montag
Szenische Lesung - Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat

Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seeman zu Gast im Kloster Neuzelle

Am Freitag, den 02. Oktober, um 19 Uhr, findet eine szenische Lesung im Refektorium des Klosters Neuzelle statt:

Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann lesen aus ihrem Buch „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“, erschienen 2024 im Hanser-Verlag. Sie reden über sich als „Ostfrauen“, was auch immer diese Schublade bedeutet, über Umbrüche, das Glück der krummen Lebensläufe und über die Gegenwart. Ein Buchverkauf ist an diesem Abend eingerichtet.


Tickets: 27,50 Euro, Schüler:innen /Studierende: 5 Euro


Tickets sind erhältlich in der Kloster-Information, unter klosterneuzelle.de und in allen reservix-Vorverkaufsstellen (ggf. inkl. Gebühren).

Szenische Lesung - Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat
25. September 2026
Freitag
Klostergartentag am 26. September - Infos und Programm

Traditionell findet am letzten Samstag im September der Neuzeller Klostergartentag im Barockgarten statt. Am 26. September 2026 von 10 bis 17 Uhr präsentieren Aussteller und Händler Pflanzen, Gartenzubehör und -dekoration, Gartenmöbel und Informationen rund um die Gartenpflege. Für das leibliche Wohl sorgt ein breites kulinarische Angebot. So verschmelzen Gartenkultur, Handwerk und Genuss.

In der Orangerie finden kostenfreie Fachvorträge statt:

  • 11 Uhr: Gestaltung von naturnahen Gärten mit Wildstauden – Referentin: Maria Sader, Happy Landscape GmbH, Storkow
  • 12:30 Uhr: „Pellet Power“ – Naturkraft mit Ausdauer – Referent: Robias Geisler, Bio Dünger Eisenhüttenstadt
  • 14 Uhr: „Warum dein Garten trotz Gießens leidet – und du merkst es nicht.“ – Referent: Christian Rothbart, Terra Aqua, Cottbus

Mit den Klostergärtnern Tobias und Diana werden um 11 Uhr, um 12:30 Uhr und um 14 Uhr Führungen durch den Kräuter- und Gemüsegarten angeboten.

Für das kulturelle Rahmenprogramm sorgt in diesem Jahr der Höfische Gesellschaft e. V. aus Berlin mit Tänzen, Spielen und lebendigen Szenen, die einen Einblick in die höfische Welt des 18. Jahrhunderts geben.

Eine Übersicht über die Händler finden Sie hier: https://map.gartenkultur-neuzelle.de

Parken: Parkmöglichkeiten sind in Neuzelle ausgeschildert. Im Ortskern herrscht an diesem Tag eine Einbahnstraßen-Regelung. Um das Verkehrsaufkommen im Ort zu entzerren, wird die Wiese der Agrargenossenschaft gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr Neuzelle als Hauptparkplatz angeboten. Ein kostenfreies Shuttle mit dem Oder-Neiße Express zwischen der Park-Wiese bis zum Stiftsplatz wird angeboten. Abfahrt Parkplatz: jede volle Stunde ab 10 Uhr, letzte Fahrt 16 Uhr. Abfahrt Stiftsplatz: jeweils zur halben Stunde ab 10:30 Uhr, letzte Fahrt 16.30 Uhr.


Tickets: 3 Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahre frei. Tickets sind am Veranstaltungstag nur an den ausgeschriebenen Eingängen zum Garten erhältlich.

Der Neuzeller Klostergartentag ist eine Kooperation der Stiftung Stift Neuzelle mit dem Arbeitskreis Gartenkultur und wird in diesem Jahr wieder präsentiert von rbb Antenne Brandenburg. Wir danken für die freundliche Unterstützung des Klostergartentages.

Klostergartentag am 26. September - Infos und Programm
24. September 2026
Donnerstag
Oktober - Absage der Gartenführung und musikalischen Lesung

Aus organisatorischen Gründen müssen die angekündigte Gartenführung am 10. Oktober und die musikalische Lesung am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, im Museum Himmlisches Theater leider abgesagt werden.

Bereits erworbene Tickets werden über die entsprechende Verkaufsstelle des Tickets rückabgewickelt und erstattet. Wir danken für das Verständnis.

31. Juli 2026
Freitag
Gesundheitshinweis - Blaualgen im Großen Treppelsee

Bitte auch Warnhinweise vor Ort beachten.

Information des Gesundheitsamtes Landkreis Oder-Spree


In einem Bereich des Großen Treppelsees sind bei Beprobungen vom 27.07.2026 Blaualgen-Cyanobakterien nachgewiesen worden. 


Es besteht derzeit aufgrund verschiedener Ursachen (u.a. Sonneneinstrahlung in Verbindung mit erhöhter Nährstoffkonzentration) eine sichtbare Algen-Massenentwicklung. Sie können das an einer Trübung und Verfärbung des Wassers sowie Einschränkungen in der Sichttiefe feststellen.


Bestimmte Algen (Blaualgen-Cyanobakterien) können giftig sein.

Blaualgen sind erkennbar an einer intensiven grünlichen, grünblauen oder mitunter rötlichen Trübung des Wassers; bei starker Blaualgenblüte an schlieren- und rahmartigen Schichten/Teppichen auf dem Wasser.


Blaualgen-Massenansammlungen sind sehr wind- und witterungsabhängig. Sie können sich sehr schnell auch im Badestellenbereich ansammeln, werden zusammengeschoben oder schwemmen auf und sind deshalb nicht immer im Rahmen der routinemäßigen Überwachung zeitnah durch das Gesundheitsamt zu ermitteln.


Vorsorglich sollten Sie auf Verhaltensregeln nicht verzichten und beim Auftreten von Blaualgen folgendes beachten:

 

  • vermeiden Sie das Baden, wenn Sie bereits in knietiefem Wasser Ihre Füße nicht mehr sehen und/oder wenn Schlieren/Rahmschichten auf dem Wasser sichtbar sind
  • achten Sie darauf, kein blaualgenhaltiges Wasser zu schlucken. Denken Sie an Kinder und Kleinkinder, die durch ihr Spielverhalten besonders gefährdet sein können
  • aus Vorsorgegründen sollen Kinder und Kleinkinder bei einer Blaualgenbelastung nicht mehr im Wasser baden oder am Ufersaum plantschen und spielen
  • durch die starke Einschränkung der Sichttiefe können im erforderlichen Fall Rettungsmaßnahmen erschwert werden


Sofern Sie das Baden dennoch nicht unterlassen wollen,


  • wählen Sie einen uferfernen oder nicht belasteten Einstiegsbereich in das Badegewässer
  • duschen Sie sich nach dem Baden ab und wechseln Sie die Badekleidung
  • falls Sie nach dem Baden in stark blaualgenhaltigem Wasser Beschwerden wie Hautreizungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Atemnot auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und das benannte Gesundheitsamt informieren
  • auch Hunde und andere warmblütige Tiere sind gefährdet


Blaualgen- Massenentwicklungen können sich innerhalb weniger Stunden oder Tage wieder auflösen, so dass Sie dann wieder gefahrlos und unbeschwert baden können.


Bei Hinweisen oder Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter/innen des Gesundheitsamtes gerne zur Verfügung unter 03366/ 35 2201


Nähere Informationen zu der entrechenden Badestelle finden Sie hier: Großer Treppelsee



14. Juli 2026
Dienstag
Trauer um Brigitte Faber-Schmidt



Die Stiftung Stift Neuzelle trauert um


Brigitte Faber-Schmidt

*1959 †2026


Als Leiterin der Abteilung Kultur des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg war Frau Faber-Schmidt von September 2021 bis Juni 2025 stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Stift Neuzelle.

Brigitte Faber-Schmidt hat über Jahrzehnte die Kulturlandschaft Brandenburgs geprägt, begleitet und gefördert. Ihr Engagement und ihre Leidenschaft für Land und Leute waren in allen Projekten und Begegnungen zu spüren. Kulturarbeit ist facettenreich, von Kulturpolitik zur gestalterischen Umsetzung von Projekten, von Risiken eingehen zum gemeinsamen Zelebrieren von Erfolgen, vom Türen öffnen zu den mutigen Schritten hindurch. Kulturarbeit ist aktives Anpacken, Ärmelhochkrempeln und für seine Überzeugungen einstehen. All dies hat sie in Ihrer Arbeit vorgelebt.

Besonders gerne erinnern wir uns an die feierliche Eröffnung des Kulturlandjahres im Mai 2018 im Kreuzhof des Klosters Neuzelle, die sie als damalige Geschäftsführerin von Kulturland Brandenburg e.V. begleitet und moderiert hat, und an die gemeinsame Feierlichkeit zu "10 Jahre Museums Himmlisches Theater" im März 2025.


Wir werden sie und ihren Einsatz für die Stiftung Stift Neuzelle und die Kultur im Land Brandenburg stets in ehrendem Gedenken halten. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen, Freunden:innen und Kolleg:innen.


Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Stift Neuzelle in dankbarer Erinnerung,


Norbert Kannowsky

Geschäftsführer



Trauer um Brigitte Faber-Schmidt
24. Juni 2026
Mittwoch
Hitzewarnung und Veranstaltungen am Wochenende 27. und 28. Juni

Aufrgund der bestehenden Hitzewarnung möchten wir allen Besuchern raten, sich entsprechend vorzubereiten und ausreichend Sonnenschutz einzuplanen.


Die Sonderführung über das Klostergelände am Sonntag, den 28. Juni um 14:30 Uhr, muss aus organisatorischen Gründen leider ausfallen.


"Das kleine weiße Pony"  - 28. Juni, 16 Uhr

Bei zu großer Hitze weicht die Kinderoper "Das kleine weiße Pony" vom Kreuzhof ins Refektorium aus. Bitte denken Sie aber in allen Fällen an genug Sonnenschutz und Vorsichtsmaßnahmen für Ihre Kinder.




13. Mai 2026
Mittwoch
Internationaler Museumstag 2026 im Kloster Neuzelle

Freier Eintritt und kostenfreie Führungen am Sonntag, den 17. Mai von 10 bis 18 Uhr

Am Sonntag, den 17. Mai 2026, feiert das Kloster Neuzelle mit vielen anderen Museen weltweit den Internationalen Museumstag. Die Museen im Kloster haben von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Angeboten werden auch Bilderrätsel, Colorhunting und eine Ausmalstation. Der Eintritt ist frei.

Von 11 bis 16 Uhr finden zu jeder vollen Stunde kostenfreie Führungen statt:

  • 11 | 13 | 15 Uhr – Kreuzgang mit Klostermuseum
  • 12 | 16 Uhr – Museum Himmlisches Theater
  • 14 Uhr – Museum Himmlisches Theater und Kirche Zum Heiligen Kreuz

Die kostenfreien Voucher für die Führungen sind in der Kloster-Information im Torbogen erhältlich, hier starten auch alle Führungen. Die Teilnehmerzahl der einzelnen Führungen ist begrenzt. Die reguläre 14:30 Uhr Gesamtführung entfällt an diesem Sonntag.


Bereits am Samstag, den 16. Mai, finden zwei Führungen statt:

Um 14:30 Uhr wird in einer Gesamtführung ein großer Überblick über das Klosterareal geboten. Die Stationen des Rundgangs sind in der Regel das Klostermuseum im Kreuzgang, die Stiftskirche St. Marien, das Museum Himmlisches Theater, die Pfarrkirche Zum Heiligen Kreuz und der Gartenblick von den Terrassen aus. Der Ablauf des Rundgangs und einzelne Stationen können variieren. Dauer ca. 120 Minuten.

Ticketpreis: 12,50 Euro, Schüler:innen/Studierende: 6 Euro; Treffpunkt: Klosterportal.


Um 15 Uhr laden wir zur Gartenführung. Interessierte Gäste erfahren Spannendes über die Geschichte des Gartens, seinen Aufbau und über die aufwendige Pflege. Dauer ca. 90 Minuten.

Ticketpreis: 10 Euro; Treffpunkt: Klosterportal.


Tickets sind erhältlich in der Kloster-Information im Portal, online unter klosterneuzelle.de oder in allen reservix-Vorverkaufsstellen, ggfs. zzgl. Vorverkaufsgebühren. Änderungen im Programm sind vorbehalten.


Internationaler Museumstag 2026 im Kloster Neuzelle
26. Januar 2026
Montag
Buchvorstellung zu den Flurnuman rund um das Kloste Neuzelle am 29. Januar - Eintritt frei

Am Donnerstag, den 29. Januar um 17 Uhr, stellt Autor Dr. Klaus-Dieter Gansleweit aus Henzendorf seine neueste Publikation im Blauen Salon des Klosters Neuzelle vor, der Eintritt ist frei. „Die Flurnamen im Gebiet des Klosters Neuzelle. Ein Beitrag zur Namenforschung in der Niederlausitz“ umfasst mehr als 6.000 Flurnamen aus 37 Gebieten des ehemaligen Stiftsgebietes, die Dr. Gansleweit zusammengetragen und ausgewertet hat.

Die Publikation, die im Domowina-Verlag erschienen ist, stellt einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Namenforschung sowie zur Geschichte der Landschaft rund um Neuzelle dar. Neben den vorwiegend deutschen Flurnamen zeugen die zahlreichen niedersorbischen davon, dass die sorbische Sprache bis ins frühe 18. Jahrhundert hinein in der nordöstlichen Niederlausitz im Alltag lebendig war. Das Namengut wird, nach Ortschaften geordnet, mit historischen Belegen präsentiert, dazu werden Bedeutung und Wortherkunft erläutert. Die Einführung macht den Leser mit den geografischen, geschichtlichen und sprachlichen Besonderheiten des Untersuchungsgebietes bekannt. Ein umfassendes Register hilft bei der raschen Auffindung einzelner Namen. Das Buch ist ein bedeutendes Grundlagenwerk zur flurnamenkundlichen und lokalgeschichtlichen Untersuchung der Niederlausitz.

Die umfangreiche Publikation kann bei der Buchvorstellung erworben werden.


„Die Flurnamen im Gebiet des Klosters Neuzelle. Ein Beitrag zur Namenforschung in der Niederlausitz“ 

  • Buchvorstellung mit und durch den Autor Dr. Klaus-Dieter Gansleweit
  • 29. Januar 2026, 17 Uhr
  • Blauer Salon, Kloster Neuzelle
  • Eintritt frei



Buchvorstellung zu den Flurnuman rund um das Kloste Neuzelle am 29. Januar - Eintritt frei
08. Januar 2026
Donnerstag
Museen und Kloster-Information wetterbedingt geschlossen (10. und 11.1.)

Am Wochenende (10. und 11. Januar) bleiben die Museen und die Kloster-Information im Kloster Neuzelle witterungsbedingt geschlossen. 

Der Klostergarten ist generell bei Schnee und Eis für Gäste nicht zugänglich.

Wir danke für Ihr Verständnis.

Museen und Kloster-Information wetterbedingt geschlossen (10. und 11.1.)
19. November 2025
Mittwoch
Tag des Gedenkens im RuheForst Schlaubetal

Am 23. November wird im RuheForst Schlaubetal den Verstorbenen gedacht.

Am Totensonntag, den 23. November 2025 um 14 Uhr, laden das Team des RuheForst®Schlaubetal und der ambulante Hospizdienst der Johanniter herzlich zum gemeinsamen Gedenken an alle Verstorbenen in den RuheForst in Siehdichum ein. Die Hinterbliebenen sollen die Möglichkeit erhalten, bei lieben Worten und einer musikalischen Umrahmung, den Verstorbenen würdevoll zu gedenken. Die Einladung richtet sich auch an Angehörige, deren Familienmitglieder und Freunde nicht im RuheForst bestattet sind.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung findet am Andachtsplatz des RuheForstes statt, die Adresse für die Navigationsgeräte ist Siehdichum 1, 15890 Siehdichum. Parkplätze sind vorhanden. Eine Anmeldung zur Gedenkveranstaltung ist nicht notwendig.

Seit 2020 betreibt die Stiftung Stift Neuzelle den RuheForst®Schlaubetal und bietet somit eine natürliche Alternative zum klassischen Friedhof. Die Grabpflege übernimmt die Natur.


Tag des Gedenkens im RuheForst Schlaubetal
29. September 2025
Montag
Neuzeller Klostergartentag 2025 - Eine Rückschau

Strahlender Sonnenschein und zufriedene Gäste und Händler

Der Klostergartentag 2025 wurde am Samstag, den 27. September, bei strahlendem Sonnenschein von Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, Landrat Frank Steffen und dem Neuzeller Amtsdirektor Andreas Fischer eröffnet. In diesem Jahr führte Joana Jambor mit rbb Antenne Brandenburg durch den Tag. Die beliebte Moderatorin kam mit vielen Gästen ins Gespräch, führte Interviews mit den beteiligten Akteuren und kam trotz des vollen Programms gut gelaunt den vielen Selfie-Anfragen nach. Zwischen 10 und 17 Uhr besuchten etwa 4.500 Gäste die Veranstaltung im Barockgarten des Klosters Neuzelle.

Neben mehr als 70 Händlern, die ihre Waren rund um die Themen Garten, Gartenkunst sowie Pflanzen, Saatgut und Gartengeräte anboten und mit Kulinarik für das leibliche Wohl sorgten, begeisterten auch die Showeinlagen im fünf Hektar großen Barockgarten des Klosters Neuzelle: Varieté Fantastique e. V. aus Cottbus eröffnete das Programm mit kunstvoller Akrobatik, Fire & Flame Tanzensemble e. V. aus Eisenhüttenstadt legte mit seinen Choreografien nach und die Gospelfriends Eisenhüttenstadt sorgten zusätzlich für gute Laune.

In der Orangerie zeigte Juliane Wolff aus dem Beeskower Blumenladen Vergiss.Mein.Nicht mit ihren zwei Herbstzauber-Workshops tolle Ideen zum Thema Tischdeko und Zimmerpflanzen-Arrangements. In den Fachvorträgen gab Dipl. Ing. Sven Wachtmann von GrünConcept GmbH Berlin wertvollen Input zum Thema fachgerechten Obstbaumschnitt und Dr. Matthias Berger von VEN – Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt informierte Hobbygärtner rund um die Vielfalt der Nutzpflanzen im eigenen Garten. Über den Tag verteilt fanden zudem Führungen in den Kräuter- und Gemüsegärten statt und die Stelzenläufer vom Kinder- und Jugendcircus Fantadu e. V. sorgten mit ihren bunten Gartenkostümen für viel Unterhaltung. Die liebevollen und aufwendigen Dekorationen der Mitglieder des Arbeitskreises Gartenkultur begeisterten aufs Neue die Gäste des Klostergartentages und stellten einmalige Fotogelegenheiten dar.

Der Klostergartentag ist eine Kooperation der Stiftung Stift Neuzelle mit dem Arbeitskreis Gartenkultur und findet immer am letzten Samstag im September statt.


Neuzeller Klostergartentag 2025 - Eine Rückschau
11. Juni 2025
Mittwoch
Ostdeutsche Sparkassenstiftung mit Sparkasse Oder Spree fördern Restaurierung der Kirchenvorhalle

Zur Übergabe des Fördermittelbescheides trafen sich Veit Kalinke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree und stellvertretend für die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, mit Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle und Prof. Dipl. Rest. Mechthild Noll-Minor vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum in der Kirchenvorhalle der Stiftskirche St. Marien in Neuzelle.

Die Kirchenvorhalle mit besonderen Fresken muss dringend restauriert werden. Das Vorhaben wird von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree unterstützt.

Die Fresken der Kirchenvorhalle, die aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammen, zeigen neben dem großen Widmungsbild auch die Darstellung von Jesus als jungem Knaben im Tempel und die Vertreibung der Händler aus dem Tempel. Nicht nur die Fresken, sondern auch die wertvollen Stuckarbeiten haben über die Jahrhunderte unter den klimatischen Bedingungen gelitten. Um die historischen Kunstwerke zu sichern und zu konservieren, ist eine großangelegte Restaurierung der Kirchenvorhalle mit Stabilisierung des Raumklimas unumgänglich.

Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, macht auf die Dringlichkeit der Maßnahme aufmerksam:

„Die Schäden an den Fresken und am Stuck in der Kirchenvorhalle der St. Marienkirche sind unübersehbar. Es droht Substanzverlust. Die Zuwendung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Oder-Spree ist ein wichtiger finanzieller Baustein, um die barocken Fresken zu erhalten und für die Zukunft zu sichern.“

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree engagieren sich bereits seit vielen Jahren für den Erhalt des kulturellen Erbes in Neuzelle. Neben der Sanierung der Vorhalle haben sie maßgeblich zur Konservierung der barocken Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab beigetragen, die im Museum Himmlisches Theater ausgestellt sind. Das Museum feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum.

Veit Kalinke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree und stellvertretend für die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, hält fest:

„Das ehemalige Zisterzienserkloster in Neuzelle ist in seiner barocken Pracht einzigartig und wird in Brandenburg gar nicht vermutet. Wichtigster Bestandteil des Klosterensembles ist in diesem Zusammenhang die Stiftskirche St. Marien. Diesen Schatz gilt es zu bewahren und die Menschen aus der Region sowie aus der Ferne davon zu begeistern. Deshalb engagiert sich die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree gern für das Vorhaben.“

Die Maßnahme ist auf einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren angelegt. Neben der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Oder-Spree beteiligen sich auch der Bund, das Land Brandenburg, das Bistum Görlitz und die Stiftung Stift Neuzelle mit Eigenmitteln an der Finanzierung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 609.000 Euro. Die Stiftskirche wird auch während der Arbeiten zugänglich bleiben. Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum übernimmt die fachliche Leitung.

Seit 1996 ist die Stiftung Stift Neuzelle verantwortlich, das ehemalige Zisterzienserkloster im Osten Brandenburgs denkmalgerecht wiederherzustellen, zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Neben den beiden Pfarrkirchen finden sich zwei Museen, der große barocke Klostergarten und ein Weinberg auf dem Gelände.

 

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ 

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert in diesem Sinne seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Die Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Insgesamt 2.587 Projekte wurden gemeinsam mit den aktuell 43 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet oder selbst realisiert. Dafür standen rund 119 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen der Stiftung, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurden allein in Brandenburg rund 25 Millionen Euro für 646 Projekte bereitgestellt.

Die Sparkassenorganisation ist einer der größten nicht-staatlichen Kulturförderer in Deutschland.


Foto: Übergabe des Fördermittelbescheids, ©Tobias Tanzyna

Von links nach rechts: Veit Kalinke, Mechthold Noll-Minor, Norbert Kannowsky

Ostdeutsche Sparkassenstiftung mit Sparkasse Oder Spree fördern Restaurierung der Kirchenvorhalle
05. Juni 2025
Donnerstag
"Opulenz und Ordnung" - Auftakt des Kooperationsprojektes am 11. Juni 2025

Auftaktveranstaltung zu "Opulenz und Ordnung"

Am Mittwoch, den 11. Juni, findet um 18 Uhr einen Gesprächsabend im Städtischen Museum Eisenhüttenstadt (Löwenstr. 4) statt zum Thema: „lebens[t]RÄUME – Leben im Modell.“

Gemeinsam mit der Restauratorin und Denkmalpädagogin Dr. Dorothee Schmidt-Breitung und dem Bereichsleiter Stadtentwicklung / Stadtumbau der Stadt Eisenhüttenstadt Michael Reh begibt sich der Historiker Uwe Stiehler als Moderator in eine auf den ersten Blick kontrastreiche Welt zwischen Deutschlands größtem zusammenhängenden Flächendenkmal, der ehemaligen sozialistischen Planstadt Eisenhüttenstadt, und dem Barockwunder Brandenburgs, dem Kloster Neuzelle: sozialistische Ordnung und barocke Opulenz, politische Ideologie und religiöse Ausgestaltung, damals und heute. Auf den zweiten Blick eröffnen sich jedoch die Gemeinsamkeiten der beiden Denkmäler, die nur wenige Kilometer voneinander trennen und die zu den architektonischen Highlights der Region und darüber hinaus zählen.

Das Städtische Museum Eisenhüttenstadt schließt an diesem Tag für den regulären Besucherverkehr bereits um 15 Uhr. Ab 17 Uhr können interessierte Gäste in Vorbereitung auf den Gesprächsabend kostenlos die aktuelle Sonderausstellung „Traum von Eisenhüttenstadt – Ungebaute Visionen“ anlässlich des Jubiläums 75 Jahre Werk und Stadt besuchen. Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird von Radio Industry mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt als Podcast zum Nachhören veröffentlicht.

Das Projekt „Opulenz und Ordnung“ ist eine Kooperation des Museums Utopie und Alltag Eisenhüttenstadt und der Stiftung Stift Neuzelle im Zuge des Kulturland Brandenburg Themenjahres „Welten verbinden“, durch das dieser Gesprächsabend finanziert wird. „Opulenz und Ordnung“ befasst sich von Juni bis Oktober mit vier Events mit der Verbindung des ehemaligen sozialistischen Planstadt Eisenhüttenstadt und der barocken Klosteranlage Neuzelle. Was haben beide Denkmäler gemein, was verbindet sie, wie haben die Menschen diese Orte und wie die Orte die Menschen geprägt und geformt?


Weitere Termine:

Samstag, 05. Juli 2025, 10 - 14 Uhr 

AB INS BEET! Vom Gartenfließ zum Barockgarten

Tour de MOZ Gartentour, Start in Aurith, ca. 50 km | Extra-Tour für Familien mit dem ADFC Ortsverein von Eisenhüttenstadt nach Neuzelle, ca. 15 km


Sonntag, 14. September 2025

Tag des offenen Denkmals: Virtuelle Stadt

Präsentation der interaktiven Medienstation „Wohnstadt“ und einer neuen Augmented Reality App zu baubezogener Kunst in Eisenhüttenstadt, inkl. Bastelstation, Museum Utopie und Alltag Eisenhüttenstadt


Samstag, 11. Oktober 2025, ab 18.30 Uhr

Fassade trifft Fantasie: Lichternacht im Kloster Neuzelle

Lampionumzug für Groß und Klein und Bühnenprogramm auf dem Stiftsplatz – mit Lichtshow und Fassadenkunst, Stiftsplatz Neuzelle


 

Ein Projekt im Rahmen von »Welten verbinden – Kulturland Brandenburg 2024/2025«

Kulturland Brandenburg 2024/2025 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg.



 


"Opulenz und Ordnung" - Auftakt des Kooperationsprojektes am 11. Juni 2025
24. März 2025
Montag
10 Jahre Museum Himmlisches Theater

Am Freitag, dem 21. März 2025, feierte die Stiftung Stift Neuzelle ein Jubiläum: Vor 10 Jahren wurde das Museum Himmlisches Theater eröffnet, das seitdem jeweils zwei Szenen der barocken Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab der Öffentlichkeit präsentiert.

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, Herrn Norbert Kannowsky, sprachen für die Fördermittelgeber die Abteilungsleiterin Kultur vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Frau Brigitte Faber-Schmidt, Landeskonservator und stellvertretender Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Prof. Dr. Thomas Drachenberg, sowie Herr Veit Kalinke als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree und stellvertretend für die Ostdeutsche Sparkassenstiftung bei einem Festakt vor den aktuell ausgestellten Szenen „Gebet am Ölberg” und „Dornenkrönung Jesu”.

Kulturministerin Dr. Manja Schüle: „So sehenswert ist die Gegenreformation in Brandenburg: Seit zehn Jahren führt uns das Museum Himmlisches Theater im Kloster Neuzelle das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi eindrucksvoll vor Augen. Nicht nur das monumentale, barocke Kulissentheater ist in Umfang und künstlerischer Ausgestaltung europaweit einmalig, auch der Ausstellungsort unter der Erde ist architektonisch außergewöhnlich. Überirdische Passionsdarstellungen an einem unterirdischen Platz - das gibt es nur in Brandenburg! Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!“

Prof. Dr. Thomas Drachenberg – Landeskonservator und stellvertretender Direktor Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM):

„Ich habe hohen Respekt vor unseren Vorfahren, die mit großem Aufwand und künstlerischer Fertigkeit unter Ausnutzung aller damals zur Verfügung stehender theatralischer Mittel bis hin zur Beleuchtung diesen Passionszyklus schufen. Ich habe hohen Respekt vor der Arbeit aller, die zur Rettung dieses barocken Kulissentheaters beitrugen. Insbesondere danke ich allen Restaurator:innen, die unter sehr schwierigen Bedingungen das Konzept der Dekontaminierung, Konservierung und Restaurierung fachgerecht umgesetzt haben. Damit hat Europa sein einzigartiges barockes Kulissentheater bewahren können!“


Veit Kalinke – Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree für die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Oder-Spree:

„Vor zehn Jahren wurde die Vision geboren, einen Ort zu schaffen, um den faszinierenden Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab im Klosterensemble Neuzelle eine Heimstatt zu geben und sie nachhaltig wie auch spannend für die Besucherinnen und Besucher zu präsentieren. Das ist ausgezeichnet gelungen und darauf sind wir – die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Oder-Spree – sehr stolz. Wir haben das Projekt der Restaurierung des europaweit einzigartigen Kulturschatzes „Neuzeller Passionstheater“ von Anfang an unterstützt und freuen uns, dass sich das Museum „Himmlisches Theater“ zu einer Erlebnisstätte der biblischen Erzählungen entwickelt hat.“


Norbert Kannowsky – Geschäftsführer Stiftung Stift Neuzelle:

„Mit dem Museum des Himmlischen Theaters ist allen Beteiligten und Förderern etwas Besonderes gelungen. Die Architektur und die Dramaturgie der Raumfolge führen in einem Spannungsbogen zur Präsentation des sakralen Kunstwerks der Neuzelle Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab. Ein sakraler Kunstschatz von europäischem Rang, einzigartig in seiner künstlerischen Ausgestaltung, in seiner Größe, in seinem Umfang und in seiner Vollständigkeit.“


Die Baumaßnahmen wurden bereits 2011 gestartet. Zunächst musste ein Teil des klösterlichen Weinberges abgetragen werden, sodass der moderne Museumsbau in den Weinberg selbst hineingebaut werden konnte. Gäste, die heute den Museumseingang im ehemaligen Kutschstall betreten, werden über einen stimmungsvoll beleuchteten Gang in den unterirdischen Ausstellungsraum geleitet. Die Lichtinszenierung und das Zitat „Sein Grab wird herrlich sein“, auf das die Gäste direkt zusteuern, setzen einen wichtigen Impuls in der Gesamtinszenierung der Neuzeller Passionsdarstellungen vom Leiden Jesu.

Die architektonische Lösung des einzigartigen Museumsbaus „Himmlisches Theater“ wurde von der Brandenburgischen Architektenkammer und der Brandenburgischen Ingenieurkammer mit dem „Sonderpreis des Baukulturpreises 2015“ ausgezeichnet.

Die Firma „KONZEPTLICHT - lighting solutions GmbH“ aus Berlin hat für das Lichtkonzept im Museumsbau den „Deutschen Lichtdesign-Preis 2017“ erhalten.

Die erfolgreiche Umsetzung des Museumsbaus verdanken wir in erster Linie:

  • René Knothe und Kerstin Reinhardt (Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen)
  • Peter Berger (damals Architekturbüro Berger & Fiedler)
  • Jan Battmer und Antje Zimdars-Weigelt (Stiftung Stift Neuzelle)
  • Dr. Dorothee Schmidt-Breitung und Lukas Böwe (Bauforschung)
  • Robert Graefrath, Prof. Mechthild Noll-Minor, Werner Ziems (Denkmalpflegerische Baubegleitung)
  • den ausführenden Fachfirmen


Die Ausstellung wurde konzipiert, kuratiert und gestaltet durch:

  • Walter Ederer (†) (Gesamtleitung Stiftung Stift Neuzelle)
  • Prof. Dr. Harald Schwillus und Volker Willhardt M.A. (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
  • Erik Ernst Venhorst (Wissenschaftliche Beratung)
  • Reinhard Meerwein (tecton Berlin)
  • Gregor Sgonina (Konzeptlicht Berlin)

Die Entstehungsgeschichte des Museums und der Restaurierungsprozess der Neuzeller Passions-darstellungen vom Heiligen Grab sind aufs Engste mit dem Wirken des Gründungs-geschäftsführers Walter Ederer verbunden, der sich seit 1997 bis zu seinem Tod im Jahr 2019 mit Engagement und Leidenschaft für dieses Projekt eingesetzt hat.

Seit 2015 werden die Neuzeller Passionsdarstellungen im Museum Himmlisches Theater präsentiert. Die aufwendige Konservierung der nahezu 275 Jahre alten Holz- und Leinwandkulissen und Figuren bedarf großer Expertise. Die Konservierungsarbeiten werden von der Stiftung Stift Neuzelle und dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum in Wünsdorf koordiniert. Heute sind noch 229 Elemente der ursprünglich wohl 240 Tafeln und Leinwände erhalten. 14 Szenen vom „Gebet am Ölberg“ bis hin zur „Grablegung Jesu“ erzählen, ergänzt durch eine Auferstehungsszene, in fünf Bühnenbildern das Leiden Jesu und bestechen durch seine barocke Opulenz. Dabei wird jede Station der Passion Christi durch eine Figurengruppe in Bühnenbilden dargestellt. Die anderen Figurengruppen kommentieren das Geschehen oder Erzählen andere Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament, die mit der Passionsszene korrespondieren.

Das Heilige Grab in Neuzelle wurde um 1751 vom böhmischen Künstler Joseph Felix Seifrit im Auftrag des Klosters Stift Neuzelle geschaffen. Das Neuzeller Heilige Grab ist mit einem besonderen Wortreichtum an Bibelzitaten ausgestattet. Das Bild- und Wortmaterial richtete sich – in einem protestantischen Umfeld – sowohl gegen die reformatorische Sicht der Eucharistie als auch gegen aufklärerisches Gedankengut. Auch heute noch zählt das Heilige Grab zu den bedeutendsten Kunstwerken im Kloster Neuzelle sowie im Land Brandenburg.

Seit dem 16. Jahrhundert wurden in der Karwoche und zur Osterliturgie vor allem in Süddeutschland und im Alpenraum Theaterarchitekturen in Kirchen aufgestellt, die den Leidensweg, die Grablegung und die Auferstehung Jesu Christi illustrieren sollten. Diese Heiligen Gräber oder Ostergräber wurden nicht für Passionsspiele genutzt, sondern dienten ausschließlich der Verinnerlichung, der Betrachtung und dem Gebet. In seinem Erhaltungszustand und der Größe der Kulissen hat das Neuzeller Heilige Grab ein Alleinstellungsmerkmal und zählt zu den sakralen Kunstwerken von europäischem Rang.


Museale Präsentation

Nach umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen konnten seit März 2015 zunächst die beiden Szenen Judaskuss (Bühnenbild Garten) und Kreuztragung (Bühnenbild Stadt) gezeigt werden. Der erste Restaurierungsabschnitt (2. Szene Judaskuss im Bühnenbild Garten) wurde 2001-03 mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) durchgeführt.

2011-14 konnte der 2. Restaurierungsabschnitt (9. Szene Kreuztragung im Bühnenbild Stadt) mit Fördermitteln der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum in Wünsdorf abgeschlossen werden.

Mit Beendigung des 3. Restaurierungsabschnittes konnte 2018, anlässlich der 750-Jahr Feierlichkeiten zur Gründung des Klosters Neuzelle, die Szene „Jesus vor dem Hohepriester Kaiphas“ mit dem Bühnenbild Palast präsentiert werden. Die Restaurierung dieser Szene wurde mit Mitteln der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree, der Kulturstiftung der Länder und des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kultur des Landes Brandenburg finanziert.

Die Gesamtbaumaßnahme zur Sanierung des Kutschstallgebäudes und zur Einrichtung und Erweiterung des Museums „Himmlisches Theater“ hatte einen Umfang von 8,9 Mio. EUR. Für die konservatorisch korrekte Einlagerung der Szenen außerhalb des Ausstellungsraumes wurde ein klimatisiertes Depot eingerichtet.

Das Museum gehört zu den wichtigsten Brandenburgs und findet mit seinen Exponaten auch internationale Anerkennung. Als besonders innovativ gilt die unterirdische Anlage des Museumsneubaus. Gemeinsam mit den Glasfenstern der St.-Marien-Kirche in Frankfurt (Oder), dem Heiligen Grab in Görlitz sowie den Zittauer Fastentüchern zählt es zu einer Reihe von bedeutenden Sakralmuseen an Oder und Neiße.

Die aktuell ausgestellten Szene 1 „Gebet am Ölberg“ im Bühnenbild Garten und Szene 7 „Dornenkrönung Jesu“ im Bühnenbild Palasthof werden ab November 2025 abgelöst durch die Szene 8 „Ecce homo“ im Bühnenbild Palasthof und durch die Szene 11 „Kleiderberaubung Jesu“ im Bühnenbild Kalvaria.


Restaurierung und Konservierung der Neuzeller Passionsdarstellungen

In den ersten drei Restaurierungsabschnitten konnten drei der fünf Bühnenbilder des Bestandes der Neuzeller Passionsdarstellungen konserviert und restauriert werden. Im vierten Restaurierungsabschnitt wurden das Bühnenbild „Palasthof“ sowie sieben Szenen unterschiedlicher Bühnenbilder („Gebet Jesu am Ölberg“, „Verhör Jesu vor Hannas“, „Jesus vor Herodes“, „Geißelung Jesu“, „Dornenkrönung Jesu“, „Ecce homo“ und „Grablegung Jesu“) bearbeitet.

In der laufenden abschließenden Bearbeitungsphase 2024-25 werden das Bühnenbild „Kalvarienberg“ zusammen mit den restlichen Figurenszenen konserviert. Die Gesamtkosten des abschließenden vierten und fünften Restaurierungsabschnitts belaufen sich auf 795.000 € und erstrecken sich über einen Zeitraum von fünf Jahren (2021 bis 2025). Die Maßnahmen werden ermöglicht durch die Förderungen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der Ostdeutschen Sparkassenstiftung mit der Sparkasse Oder-Spree und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) und durchgeführt vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM) zusammen mit der Stiftung Stift Neuzelle.


Kloster Neuzelle

Das Zisterzienserkloster Neuzelle wurde 1268 von Heinrich dem Erlauchten, Markgraf von Meißen, gestiftet. Das ursprünglich gotische Kloster wurde ab 1650 im Stil des Barocks überformt. Mit der Neuordnung Europas in Folge der Napoleonischen Kriege und dem Wiener Kongress, fiel die Lausitz und damit auch Neuzelle an Preußen. Das Kloster wurde 1817 aufgelöst und die Mönche mussten das Gelände verlassen. Erst 200 Jahre später kehrten die ersten Zisterzienser zurück und gründeten 2018 ein Priorat auf dem Klostergelände. Auch nach der Auflösung blieb das Kloster ein wichtiger Bildungsstandort, der auch heute noch fortbesteht.

Die 1996 eigens vom Land Brandenburg gegründete Stiftung Stift Neuzelle ist mit der Bewahrung der denkmalgeschützten Anlage beauftragt sowie mit der Bewirtschaftung und der Entwicklung des Klostergeländes und großer Teile der ehemaligen Klosterliegenschaften. Hierzu zählt auch ein eigener Forstbetrieb, der mit dem Nachhaltigkeitssiegel PEFC zertifiziert ist. Vielfältige Kulturveranstaltungen und das Festival Oper Oder Spree prägen neben Führungsangeboten, dem 5 ha großen Barockgarten und den beiden Pfarrkirchen das kulturelle Angebot auf dem Gelände.


Freier Eintritt, Sonderführungen und ein ungewöhnliches Konzert

Am Samstag, dem 22. März 2025 lädt die Stiftung zu kostenfreiem Eintritt und Sonderführungen ein.

  • 11:30 Uhr – Sonderführung im Museum Himmlisches Theater
  • 13:00 Uhr – Sonderführung im Klostermuseum im Kreuzgang
  • 14:30 Uhr – Sonderführung im Museum Himmlisches Theater

Zum Abschluss der Feierlichkeiten bringt das „Orbis Quartett“ aus Berlin eine einzigartige Kombination aus klassischem Repertoire und eigens arrangierten Werken aus unter-schiedlichsten musikalischen Stilrichtungen, die nicht nur gespielt, sondern auch gesungen werden. Das Konzert findet am Samstag, dem 22. März 2025 um 19.00 Uhr im Refektorium des Klosters Neuzelle statt.

Tickets erhalten Sie in der Kloster-Information im Portal, unter www.klosterneuzelle.de und in allen Reservix-Vorverkaufsstellen (ggfs. zzgl. Vorverkaufsgebühren).

 

10 Jahre Museum Himmlisches Theater