Pressemitteilungen2009
 12 Juni 2009

Kreuzgang und Klostermuseum wieder eröffnet:
Gotische Architektur im Barockwunder Brandenburgs


Nach fast zehnjähriger Bauzeit wurde heute der spätgotische Kreuzgang im Kloster Neuzelle mit Klostermuseum im Rahmen einer Festveranstaltung wieder eröffnet. Zur Einführung sprachen die brandenburgische Kulturministerin, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, der Bischof von Görlitz Dr. Konrad Zdarsa sowie der Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung Friedrich-Wilhelm von Rauch. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Harald Schwillus von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der die Einrichtung des Klostermuseums konzipiert und wissenschaftlich begleitet hatte.

Der spätgotische Kreuzgang im Kloster Neuzelle wurde zwischen 1380 und 1450 errichtet. Der Kreuzgang und die Klausurräume verfügen über eindrucksvolle und repräsentative Kreuzrippengewölbe und Bauplastik aus dem Mittelalter und Spätmittelalter sowie über Malereien aus dem 15. Jahrhundert. Die Baumaßnahmen im Umfang von 3,34 Mio EUR erfolgten in zwei Bauabschnitten mit Landesmitteln, Fördermitteln aus dem Aufbauprogramm des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) Kultur in den neuen Ländern sowie Fördermittel der EU aus dem Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft. Die Bauausführung erfolgte durch den Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB).

In den Räumlichkeiten des Klausurgebäudes und des Kreuzganges wurde ein Klostermuseum eingerichtet. Die bereits 2004 eröffnete Ausstellung Ora et labora dokumentiert die Geschichte und die Bedeutung des Klosters Neuzelle. Unter dem Titel Auf Leben und Tod werden in ausgewählten Klausur- und Kellerräumen die spannungsreichen Wechselbeziehungen zwischen der Klostergeschichte und dem politischen Zeitgeschehen dargestellt und mit wertvollen Kunstgegenständen aus der Klosterausstattung veranschaulicht. Für die Restaurierung von Ausstellungsobjekten wurden rd. 175.000,- EUR aufgewendet.

Zu den wertvollsten Exponaten im Klostermuseum gehört ein Ornat des Abtes Martinus Graff, den er 1741 zur Weihe des barocken Hochaltars in der Stiftskirche trug. Finanziert wird die Restaurierung des Festgewandes durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Oder-Spree. Dazu der Vorstandsvorsitzende der Ostdeutschen Sparkassenstiftung Claus Friedrich Holtmann: „Wir Sparkassen sind überzeugt, gerade der ländliche Raum birgt Perlen höchster Brillanz, die möchten wir weiter zum Leuchten bringen – wie beim Pluviale des Abtes Martinus Graff schon geschehen. Dafür schlägt das Herz der Stiftung.“

Weitere Mittel zur Restaurierung von Ausstellungsobjekten wurden vom Bistum Görlitz, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, dem Landkreis Oder-Spree, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie der Stiftung Stift Neuzelle zur Verfügung gestellt.

Kreuzgang und Klostermuseum sind ab 14. Juni 2009 täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Am 13. Juni 2009 findet von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr ein Tag der offenen Tür statt.

Weitere Informationen
Stiftung Stift Neuzelle
15898 Neuzelle
Fon 033652/814-0
Fax 033652/81419
info@stift-neuzelle.de
www.stift-neuzelle.de

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